Seit Jahrzehnten bewährt...

Biochemische Ergänzungsmittel

Der Begründer der biochemischen Heilweise hat vor seinem Tode die Anordnung getroffen, daß in ferneren Auflagen seiner „Abgekürzten Therapie" an ihrem Wortlaut nichts geändert werden dürfe. Doch hat Schüßler selbst im Laufe der Jahre nicht allein über die Potenzhöhe, sondern sogar hinsichtlich der Mittel frühere Anschauungen gewandelt, z. B. Calcium sulfuricum aus ihrem Kreise ausgeschieden. Es konnte nicht ausbleiben, daß die fortschreitende wissenschaftliche Forschung in den Jahrzehnten seit seinem Tode in manchen Punkten gebieterisch Nachprüfung und Erweiterung verlangte. Namentlich zeigte es sich, daß außer den von Schüßler anerkannten Gewebesalzen noch viele andere Stoffe in den Geweben und im Blute vorhanden sind, denen für die Gesundheit keine geringere Bedeutung zukommt als jenen. Insbesondere konnten so mächtige Wirkstoffe wie Arsen und Jod nicht auf die Dauer unter der Zahl der Heilmittel fehlen.

So sind denn von verschiedenen Seiten sog. biochemische Ergänzungsmittel empfohlen und vor allem von Von der Goltz (Manual and Clinical Repertory of a complete list of Tissue Remedies, 1905), Dr. med. Reiff (Gesammelte Beweise aus der Literatur für die Richtigkeit der Mineralsalztherapie) und D. Schöpwinkel (Biochemische Welterkenntnis, I. Band: Die Biochemie als Weltgesetz, 1924) in die Praxis eingeführt worden, die ein „Biochemischer Hausarzt" wie der vorliegende nicht übergehen darf, wenn er der Volksgesundheit recht dienen will. Eine knappe Charakteristik dieser Mittel mag hier folgen; auch wird bei Besprechung der einzelnen Krankheitsformen von Fall zu Fall auf sie hingewiesen werden. Es handelt sich vor allem um Verbindungen folgender Stoffe untereinander oder mit den bereits dem Arzneischatz der Biochemie angehörigen (Calcium, Kalium, Natrium): Aluminium, Arsen, Baryum, Bromum, Cuprum, Jodum, Lithium, Manganum, Plumbum, Zincum.

Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.