Alles zu:
Bluterguss Altersjucken Schwindel Herzschwäche Kindern Stärkung Frühjahrsmüdigkeit Wundsein Blasensteine entschlacken Selbstvertauen Überbein
4. Kalium chloratum
Kali chloratum, Kali muriaticum, Chlorkalium, Kaliumchlorid, KCl.
Chlorkalium ist das Hauptmittel bei Katarrhen der verschiedenen Organe, wenn die Absonderungen fibrinös, faserstoffhaltig sind und eine weiße, weißgraue oder weißschleimige Masse bilden, seien es nun weißgraue Schuppen auf der Haut oder feste weiße Membranen auf den Schleimhäuten. Daher ist es anzuwenden bei allen fibrinösen Entzündungen und bei Ergüssen in die Brust- und Bauchhöhle, wenn sie reichlich Faserstoff enthalten und nicht mehr rein serös (wäßrig) sind.
In der Biochemie hat Kalium chloratum eine ähnliche, den Stoffwechsel anregende Wirkung wie Sulfur in der Homöopathie. Eine beträchtliche Menge Kalium chloratum enthalten die homöopathischen Mittel Anisum stellatum, Cimicifuga, Berberis, Asclepias, Stillingia, Sanguinaria, Ailanthus, Hamamelis.
Für seine Anwendung können folgende fünf Punkte eine bequeme Handhabe bieten:
- fibrinöse, weißgraue Ausschwitzungen, ganz gleich von welchem Organ ausgehend,
- weißgrauer Belag an der Zungenwurzel,
- Anschwellungen der Drüsen,
- weißgrauer, dicker, faserstoffhaltiger Schleim,
- Verschlimmerung der Beschwerden durch gewürzte und fette Kost.
Man verordnet es gegen manche Ohren-, Augen- und Halserkrankungen, die durch fibrinöse Entzündung charakterisiert sind, und im zweiten Stadium der Lungenentzündung sowie bei fibrinöser Rippenfellentzündung.
Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.
Kalium chloratum - Nr. 4

