Seit Jahrzehnten bewährt...

2. Calcium phosphoricum

Calcarea phosphorica, Phosphorsaure Kalkerde, gefälltes Calciumphosphat, Kalziumphosphat, phosphorsaurer Kalk, CaHP04 + 2H20.

Calciumphosphat ist dasjenige Salz, das am meisten im Körper vorkommt. Es bildet vorwiegend die harte Substanz der Knochen, ist aber auch in allen Zellen anzutreffen vermöge seiner großen chemischen Verwandtschaft mit allen Eiweißstoffen. Sein Mangel in den Zellen führt eiweißhaltige Absonderungen und Ergüsse herbei, macht den Körper blutarm und bedingt dadurch wieder andere Krankheiten. Fehlt den Zellen der Haut Calciumphosphat, so schuppt sich die Haut in kleineren oder größeren weißen Plättchen.

Infolgedessen ist Calciumphosphat anzuwenden bei allen Katarrhen der verschiedenen Organe, sobald die Absonderung eiweißhaltig, seroalbuminös ist, ebenso wenn eiweißhaltige Ergüsse in Gelenke, Brust- oder Bauchhöhle stattfinden. Dann ist es das Hauptmittel gegen alle Zustände von Blutarmut und Bleichsucht, gegen Rachitis, Skrofulose, gegen Nierenentzündung infolge von Blutarmut. Die Schmerzen, gegen die Calcium phosphoricum paßt, sind mit Kribbeln, Kälte- und Taubheitsgefühl verbunden und werden nachts und in der Ruhe schlimmer. Wenn für irgendeine Krankheit ein anderes Mittel passend ist, so empfiehlt es sich gleichwohl, im Wechsel dazu noch Calcium phosphoricum zu geben, wenn es sich um blutarme, schwächliche, rachitische Personen handelt. Es befördert auch das Wachstum der Knochen und paßt deshalb besonders für das Säuglings- und Kindesalter. Bei Knochenbrüchen begünstigt es die Bildung des Knochengewebes.

Von homöopathischen Pflanzenmitteln ähneln ihm am meisten China, Rata, Anacardium, Chelidonium, Symphytum.

Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.

Calcium phosphoricum - Nr. 2