Seit Jahrzehnten bewährt...

11. Silicea

Kieselsäurehydrat, Kieselerde, Siliziumdioxid, H2Si03.

Kieselsäure ist derjenige Stoff, der den Geweben Festigkeit gibt. Wir finden sie daher in den Zellen des Bindegewebes, in der Haut, in den Nägeln und in den Haaren. Fehlt die Kieselsäure in höherem Maße, so wird das Bindegewebe locker und vermindert sich, und die Zellentätigkeit wird gelähmt.

Silicea eignet sich vorzüglich für die skrofulöse Körperkonstitution und schlecht genährte Personen, die leicht versagen und überempfindlich gegen Geräusche sind. Das Nervensystem ist erschöpft, es besteht allgemeine Schwäche, charakteristisch sind Kopfschmerzen, die im Nacken beginnen und sich über den Hinterkopf ausbreiten. Alle Beschwerden werden durch Bewegung verschlimmert, durch Ruhe und Wärme gebessert.

Silicea ist neben Calcium sulfuricum das Hauptmittel gegen Eiterungsprozesse jeder Art. Es paßt besonders für langwierige, chronische Leiden, die mit großer Schwäche und ungesundem Blut einhergehen. Daher wird es auch bei der Lungenschwindsucht angewendet. Ebenso verordnet man es zur Resorption eiweißhaltiger Flüssigkeiten, gegen Gerstenkorn, Drüsenanschwellungen, eiternde Hautkrankheiten, Kopf- und Nervenschmerzen und gegen Epilepsie, die nur in nächtlichen Anfällen auftritt, sowie bei unterdrücktem Fußschweiß mit üblen Folgen. Es empfiehlt sich, Silicea nach der Schutzpockenimpfung zu geben, um üblen Folgen vorzubeugen.

Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.

Silicea - Nr. 11