Seit Jahrzehnten bewährt...

10. Natrium sulfuricum

Natrum sulfuricum, Natriumsulfat, Schwefelsaures Natron, Sal mirabile Glauberi, Glaubersalz, Na2SO4 + 10H2O.

Natriumsulfat findet sich weniger in den Zellen als in den Flüssigkeiten des Körpers, wo es aus dem Natriumcarbonat entsteht, indem es die Schwefelsäure bindet, die bei dem Zerfall der Eiweißkörper frei wird. Es zieht wie Chlornatrium stark das Wasser an und hat die Aufgabe, den Körper zu entwässern, die weißen Blutkörperchen durch Wasserentziehung zu ersetzen und die großen Drüsen der Unterleibsorgane anzuregen.

Bei seinem Mangel im Körper entstehen Überladung des Blutes mit Harnsäure, eine allgemeine Verwässerung des Körpers (hydrogenoide Konstitution) sowie Darm- und Leberleiden.

Dementsprechend ist es das Hauptmittel bei Gelbsucht, Leberleiden, galligen, grünlichen Durchfällen, bei Malaria, Zuckerharnruhr, Wassersucht. Die Absonderungen, bei denen Natrium sulfuricum paßt, sind gelblich-grün, wäßrig.

Charakteristisch ist, daß die Beschwerden sich bei nassem Wetter verschlimmern. Die Zunge ist oft schmutzig-bräunlich belegt, im Munde ein bittrer, galliger Geschmack. Es hat manche Ähnlichkeit mit dem homöopathischen Mittel Thuja.

Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.

Natrium sulfuricum - Nr. 10