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8. Natrium chloratum
Natrium muriaticum, Natrum muriaticum, Chlornatrium, Kochsalz, Natriumchlorid, NaCl.
Natrium reguliert den Wasserhaushalt im Körper.
Chlornatrium findet sich in allen tierischen Flüssigkeiten und Geweben, vorwiegend in den zirkulierenden Säften, während in den festen Geweben, in den Muskeln und roten Blutkörperchen die Kaliumsalze überwiegen. Das Chlornatrium hat einen schnellen Stoffwechsel; etwa 16 g gehen von ihm täglich allein durch den Harn ab und müssen mit der Nahrung wieder eingeführt werden. Auch alle Nahrungssäfte geben Chlornatrium ab. Es wirkt in geringer Konzentration leicht anregend auf die Verdauungsdrüsen, löst den Schleim der Atmungsorgane, bessert schlechte Blutbeschaffenheit und wirkt blutstillend bei Lungenbluten. Ein Mangel an Chlornatrium bewirkt immer, daß ein Teil der Gewebeflüssigkeit austritt und seröse Ergüsse in den verschiedensten Organen hervorruft, z. B. kleine Wasserbläschen in der Haut oder wäßrige Diarrhöe, Tränen- und Speichelfluß. Der Schleim, der durch Mangel an Chlornatrium entsteht, ist wäßrig, blasig, hell, durchsichtig; der Mangel kennzeichnet sich auch durch wäßrige Blutbeschaffenheit und aufgedunsenes Gesicht.
Die homöopathischen Mittel Sepia, Apis und Bryonia haben eine gewisse Ähnlichkeit in der Wirkung mit Chlornatrium.
Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.
Natrium chloratum - Nr. 8

