Alles zu:
Beine zucken Leistenbruch Zähnen Leberschwellung Zeitumstellung Zähneknirschen Müdigkeit Seele Harngrieß Zweites Hände
7. Magnesium phosphoricum
Magnesia phosphorica, Phosphorsaure Magnesia, Zweibasisches Magnesiumphosphat, Magnesiumphosphat, MgHP04 + 7H20.
Magnesiumphosphat findet sich in den Muskeln, Nerven, im Gehirn und Rückenmark, in den Knochen, Zähnen und Blutzellen. Der Mangel an Magnesiumphosphat bedingt in den Nerven und Muskeln bohrende, blitzartig schneidende Schmerzen, die schon durch leichte Berührung und durch Kälte sich steigern, während stärkerer Druck und Wärme Besserung bringt, ferner Krämpfe. Daher wird dieses Mittel in erster Linie gegen Schmerzen und Krämpfe angewendet. Es wird aber auch warm empfohlen gegen tuberkulöse Drüsen, wenn sie käsig eingeschmolzen sind, weil durch die Anwesenheit von Magnesiumphosphat die Zellen befähigt werden, verkäste Massen und abgestorbenes Gewebe auszuscheiden.
Man gibt daher Magnesium phosphoricum gegen Krämpfe aller Art (Epilepsie, Kinnbackenkrampf, Speiseröhrenkrampf, Schlucken, Wadenkrampf, Stimmritzenkrampf, Keuchhusten, Blasenkrampf, nervöses Asthma, das auf Krampf der kleinen Luftröhrenäste beruht, besonders wenn Blähungsbeschwerden zugegen sind, Kolik im Leib, Gallensteinkolik, Blähungskolik kleiner Kinder, Schüttellähmung, Veitstanz, Magenkrampf bei reiner Zunge, Gesichtskrampf, hysterische Krämpfe, Schreibkrampf, Klavierspielkrampf usw.), ferner gegen Schmerzen mit den erwähnten Eigenschaften, gegen Kropf, chronische Mandelgeschwulst, Luftaufstoßen bei Kolik, Stinknase, Myelitis, Schuppenflechte, schmerzhafte Hämorrhoiden, Hautjucken, harte Knoten in der Brust, beginnende Tuberkulose und nervöse Augen- und Ohrenleiden. Besonders gegen Kolik und Blähungsbeschwerden kleiner Kinder hat sich dieses Mittel gut bewährt und gegen wäßrigen, von Leibschneiden begleiteten Durchfall.
Von homöopathischen Pflanzenmitteln ähneln ihm Colocynthis, Dioscorea villosa, Gelsemium, Nux vomica, Ignatia, Lobelia, Symphytum, Stramonium, von den anorganischen Mitteln steht es Arsenicum und Zincum nahe.
Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.
Magnesium phosphoricum - Nr. 7

