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6. Kalium sulfuricum
Kali sulfuricum, Kaliumsulfat, Schwefelsaures Kalium, K2S04.
Kaliumsulfat findet sich in den Epithelzellen der Haut und der Schleimhäute sowie überall dort, wo die Zellen Eisen enthalten, mit dem es den Sauerstoff auf die Zellen überträgt und somit den Stoffwechsel beschleunigt. Fehlt es daher in der Haut, so bleibt die Neubildung der Hautzelle zurück, und die alten Hautzellen, die abgestorben sind, sitzen als weiße Schuppen an der Haut fest. Die Absonderung der Schleimhäute, bei der Kalium sulfuricum paßt, ist gelb-schleimig. Es entspricht dem dritten Stadium der Entzündungen mit gelben Schleimabsonderungen. Man wird es mit Vorteil verordnen bei Abschuppungen der Haut nach Infektionskrankheiten, bei starkem Schleimrasseln auf der Brust, bei Augenentzündungen mit reichlicher Eiterung und bei manchen Hautkrankheiten.
Die Stimmung, für die Kalium sulfuricum paßt, ist traurig und ängstlich. Der Husten wird besser in freier, kühler Luft und schlimmer im warmen Zimmer. Die wandernden rheumatischen Schmerzen bessern sich ebenfalls in kühler, freier Luft und werden schlimmer durch Wärme und am Abend.
Dieses Salz ähnelt in seiner Wirkung den homöopathischen Mitteln Pulsatilla, Rhus, Sulfur, Arsenicum, Dolichos, Urtica.
Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.
Kalium sulfuricum - Nr. 6

