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1. Calcium fluoratum

Calcarea fluorica, Fluorcalcium, Calciumfluorid, Kalziumfluorid, Flußspat, CaF2.

Fluorcalcium ist ein äußerst wirksames Mittel. Wir finden es im Schmelz der Zähne, in den Knochen, in den Zellen der Haut vor allen Dingen aber überall dort, wo elastisches Gewebe vorkommt. Es ist nicht allein die Kalkerde, die für die Zellentätigkeit wichtig ist, sondern auch die Flußsäure, die besonders auf das elastische Gewebe günstig wirkt. Es ist bewiesen, daß Flußsäure in homöopathischer Dosis den Blutkreislauf entlastet und die kleinen Gefäße und Kapillaren, die ja alle elastisches Gewebe enthalten, kräftigt Eine Spaltung des Fluorcalciums im Körper in Flußsäure und Calciumcarbonat kann unter dem Einfluß der Kohlensäure des Körpers leicht eintreten. Fluorcalcium empfehlen wir daher in folgenden Fällen:

  1. Bei Verlust der Elastizität der Blutgefäße wie bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Krampfaderbruch, Aneurysmen, Aderverkalkung, Herzfehler, bedingt durch Verengerungen und Verkalkungen der Klappen.
  2. Bei harten, unebenen Knochenerhöhungen, Knochenkaries.
  3. Bei Erschlaffung der Unterleibsmuskulatur, Hängebauch.
  4. Bei verhärteten Drüsen, alten verhärteten Exsudatresten, schlechter Ernährung.
  5. Bei harter, rissiger, horniger Haut.
  6. Bei Rückenschmerz und Hexenschuß, der durch fortgesetzte Bewegung gebessert wird.

Fluorcalcium hat ähnliche Wirkung wie die homöopathischen Mittel Rhus Toxicodendron und Bryonia.

Quelle Schneider J: Biochemischer Hausarzt - Behandlung der Krankheiten nach den Grundsätzen der Biochemie und der Hygiene (8. Auflage). Willmar Schwabe Verlag, Leipzig, 1938.

Calcium fluoratum - Nr. 1